Check24 Reiseportal – UX-Analyse & Lösungsansätze


Eigenständige UX-Analyse des Check24 Reiseportals auf Basis eines Usability-Tests. Ich habe drei zentrale Schwachstellen in der Nutzerführung identifiziert und konkrete Lösungsvorschläge entwickelt – inklusive klickbarem Prototyp.

Rolle: UX Researcher & Product Manager (Einzelprojekt) · PM-Weiterbildung · Methode: Think-Aloud Usability-Test

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Projektkontext

Check24 ist Deutschlands größtes Vergleichsportal mit Millionen monatlicher Nutzer. Das Reiseportal ermöglicht die Buchung von Pauschalreisen, Hotels und Flügen. Ziel dieser Analyse war es, konkrete Schwachstellen in der Nutzerführung zu identifizieren und praxisnahe Lösungsvorschläge zu entwickeln.

3

Identifizierte Pain Points

1

Think-Aloud Usability-Test

3

Lösungsvorschläge mit Prototyp

Einzeltest als qualitativer Ausgangspunkt – Lösungsvorschläge zur Validierung durch A/B-Testing mit größerer Stichprobe vorgesehen.

Identifizierte Probleme

Der Usability-Test deckte drei zentrale Schwachstellen auf, die zu Verwirrung und Frustration bei der Nutzung des Reiseportals führen.

🔍 Doppelte Suchfunktion

Zwei Suchfelder mit identischer Funktion verwirren Nutzer – unklar welches das „richtige“ ist. Führt zu Orientierungslosigkeit direkt beim Einstieg.

📅 Sparkalender

Nutzer verstehen die Funktion des Sparkalenders nicht auf Anhieb. Fehlende Erklärung führt dazu, dass ein nützliches Feature ignoriert wird.

⚡ Überladene Oberfläche

Zu viele Elemente auf einmal überfordern den Nutzer. Wichtige Informationen gehen in der visuellen Komplexität unter.

Deep Dive: Sparkalender

Der Sparkalender ist eines der nützlichsten Features im Reiseportal – wird aber von Nutzern konsequent ignoriert oder falsch interpretiert.

Das Problem

Der Begriff „Sparkalender“ ist nicht selbsterklärend. Nutzer wissen nicht was sie erwartet bevor sie klicken. Die Preisdarstellung im Kalender ist zudem verwirrend – unklar ob Preise pro Person oder gesamt angezeigt werden.

„Ich weiß nicht was der Sparkalender macht – ich klick da nicht drauf.“

Die Wirkung

Ein wertvolles Feature wird nicht genutzt. Nutzer verpassen günstigere Reisedaten und buchen möglicherweise zu einem teureren Zeitpunkt – ohne es zu wissen.

Deep Dive: Doppelte Suchfunktion

Zwei Suchfelder mit identischer Funktion erzeugen Verwirrung direkt beim Einstieg – an der kritischsten Stelle der User Journey.

Das Problem

Das Portal zeigt zwei Suchfelder gleichzeitig – eines in der Navigation, eines im Hero-Bereich. Beide führen zur gleichen Funktion. Nutzer zögern und fragen sich welches das richtige ist.

„Welches Suchfeld soll ich benutzen – die machen doch beide dasselbe?“

Die Wirkung

Verwirrung beim ersten Kontakt senkt das Vertrauen in das Portal. Nutzer zweifeln an der Qualität der Seite bevor sie überhaupt gesucht haben – ein vermeidbarer erster negativer Eindruck.

Lösungsvorschläge

Drei konkrete Maßnahmen adressieren die identifizierten Probleme direkt – priorisiert nach Umsetzungsaufwand und Nutzerwirkung.

🔍 Suchfeld konsolidieren

Ein Suchfeld entfernen – das Hero-Suchfeld bleibt, das Navigations-Suchfeld wird ausgeblendet. Klare Nutzerführung ohne Entscheidungsparalyse.

📅 Sparkalender erklären

Umbenennung in „Preiskalender“ plus kurze Erklärung direkt am Feature: „Zeigt die günstigsten Reisedaten auf einen Blick.“ Preisangabe einheitlich pro Person kennzeichnen.

⚡ Interface entlasten

Visuelle Hierarchie stärken – unwichtige Elemente reduzieren, Kernfunktionen hervorheben. Fokus auf die primäre Nutzeraktion: Reise suchen und buchen.

Klickbarer Prototyp

Der Prototyp zeigt die überarbeitete Nutzerführung – konsolidiertes Suchfeld, erklärter Preiskalender und reduzierte Informationsdichte.

Zielwerte & Erfolgsmessung

Angestrebte Wirkung der Lösungsvorschläge – zu validieren durch A/B-Testing.

−15%

Abbruchquote auf der Ergebnisseite

+20%

Sparkalender-Nutzung nach Umbenennung

≥85%

Task-Completion-Rate im Usability-Test

Key Learnings

Drei Erkenntnisse aus der UX-Analyse die über Check24 hinaus gelten.

🔍 Redundanz kostet Vertrauen

Doppelte Funktionen wirken nicht wie Komfort – sie wirken wie Designfehler. Nutzer zweifeln an der Qualität des gesamten Produkts wenn die Oberfläche inkonsistent ist.

💡 Naming entscheidet über Nutzung

Ein Feature das nicht verstanden wird, wird nicht genutzt – egal wie nützlich es ist. Klare Sprache ist kein Nice-to-have sondern Grundvoraussetzung für Adoption.

⚡ Weniger ist mehr

Visuelle Komplexität erhöht kognitive Last. Nutzer wollen schnell ihr Ziel erreichen – jedes unnötige Element ist ein Hindernis auf diesem Weg.